Die 5 größten Irrtümer bei Webtext

29. September 2009

Webtext ist Suchmaschinenfutter. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wie lange ich das und die daraus resultierende Wichtigkeit von Webtext predige. Dennoch stoßen wir immer wieder auf Irrtümer und Mythen rund um Webtext, die sich tapfer halten. Hier meine ganz persönliche Hitliste:

  1. Kann ich das Text-Futter für Google nicht in weißer Schrift auf weißen Seiten verstecken?
    NEIN. Ja, man konnte das mal. Das war, als im Netz noch Dinosaurier grasten und Suchmaschinen froh um jedes Futter waren, dass sie nur irgendwie finden konnten. Doch hinter Suchmaschinen stecken helle Köpfe, und die haben seit der Steinzeit des Internets gelernt. Zum Beispiel, dass Weiß auf Weiß oder Doorwaypages BÖSE sind. Und daher eigentlich ausgestorben sein sollten.
  2. Ist eine Seite nicht viel schöner, wenn sie nur ganz wenig Text enthält?
    MÖGLICHERWEISE. Aber ganz abgesehen davon, dass Google eine gewisse Mindestanzahl an Wörtern finden will, eine Gegenfrage: Würden Sie einer Zeitung, zum Beispiel dem Standard, Kompetenz zutrauen, wenn sie nur ganz wenig Text schreiben würde? Eben nicht. Daher gilt auch für Ihren Webtext: Wenn Sie Ihren Lesern den Eindruck von Kompetenz vermitteln wollen, müssen Sie visuell für die richtige Information sorgen. Die einfache Formel lautet: Viel Text, viel Kompetenz.
  3. Liest das eigentlich irgendjemand?
    Antwort 1:
    JA, MITUNTER. Es ist richtig, dass User im Internet eher „scannen“ als lesen. Daher soll Webtext auch keine strukturfreie Bleiwüste sein, sondern ein locker strukturierter, immer wieder durch griffige Headlines unterbrochener Text. So gehen Sie sicher, dass die wichtigen Dinge auch beim Scannen hängenbleiben.

    Antwort 2:
    JA, GANZ SICHER. „Für den, den´s interessiert, is es das höchste“, sagte meine Oma immer. Dass diese Weisheit zutrifft, wissen wir aus vielen Jahren CheckEffect Messung. Sie glauben gar nicht, wie lange manche User auf Ihrer Website sind! Und Sie glauben erst recht nicht, wie lange sie sich auf einer Einzelseite aufhalten! Werfen Sie doch einen Blick in Ihre Zahlen.
    Für die Wissbegierigen unter Ihnen gibt es am Ende des Blogeintrags dazu noch ein kleines Rechenbeispiel.

  4. Webtext wird nur für die Suchmaschine geschrieben.
    NÖ. Leben Sie von Gästen im Hotel oder von Google-Crawlern auf Ihrer Website? Richtig, von Gästen. Daher wäre es auch Schwachsinn, einzig und allein auf die Bedürfnisse von Suchmaschinen getrimmten Text anzubieten. Denn der wäre dann ausschließlich toll für Suchmaschinen, würde aber keine Gäste ins Hotel bringen. Und das will schließlich keiner.
  5. Webtext klingt komisch
    JA. Denn Webtext zeichnet sich dadurch aus, dass er einfache Formulierungen wählt und statt langen „Wurmsätzen“ gerne auf kurze Sätze setzt. Das ist nicht, was wir von Kafka kennen. Aber Kafka hatte auch nicht damit zu kämpfen, dass seine Zielgruppe auf Bildschirmen liest. Manchmal sogar auf iPhones. Und dass neben der Lektüre der Texte noch zahlreiche andere Reize auf ihn einprasseln. Musik aus dem Radio zum Beispiel, der Chef der nicht bemerken soll, dass man gerade Urlaub in Ihrem Hotel plant. Bei so viel Ablenkung neben dem Lesen ist es nicht sinnvoll, kafkaeske Sätze zu konstruieren. Lieber ein bisserl einfacher, dafür wirkungsvoll.

Für alle, die nachrechnen wollen: Pro Minute erfasst ein Leser rund 160 Wörter. Webtexte sind durchschnittlich 250 Wörter lang. 1 Text dauert also keine 2 Minuten. Aus den CheckEffect-Daten für die österreichische Ferienhotellerie* in der 4-Stern-Kategorie wissen wir, dass ein Leser im Durchschnitt 11,25 Minuten auf einer Website verbringt. Zeit genug, rund 6 Seiten vollständig zu lesen. Mit 6 Seitenimpressionen pro Sitzung rangieren Sie schon in der Oberliga: Die Top-Werte in genannter Vergleichsgruppe liegen bei 6,5 besuchten Seiten!

*anonymer CheckEffect-Benchmark, erhoben am 22.09.2009

Bing in USA auf Platz 3

29. September 2009

Bing: Auf Platz 3 in den USA

Wer einen Blick über den europäischen Suchmaschinen-Tellerrand wagt, stellt schnell einen neuen Trend in den USA fest. Bing setzt seine Aufholjagd fort: Mit einem Marktanteil von 10,7 Prozent ist die im Juni von Microsoft lancierte Suchmaschine Bing hinter Google und Yahoo die am dritthäufigsten genützte Suchmaschine in den USA – das sagen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen: http://en-us.nielsen.com/main/news/news_releases/2009/september/bing_search_increases

Die TOP 3: Google, Bing und Yahoo

Transparenz triumphiert!

10. September 2009

Online Bewertungen, Empfehlungen und Vergleiche sind die Werbung von Morgen.

Ich rede ja schon eine Weile davon: Empfehlungen und positive Bewertungen sind die beste Werbung. Und jetzt auch noch mit Studie belegt: Gefunden bei http://trendwatching.com/briefing/ , ist der 27 Seiten Trendbericht definitiv eine empfehlenswerte Lektüre. Zumindest für alle, die es ganz genau wissen wollen.

Wer schneller am Ziel sein will: Ich habe mir erlaubt die für den Tourismus relevanten Aussagen hier zusammenzufassen.

Österreichs Hoteliers unter den Top 100 Twitter-Usern

7. September 2009

Wussten Sie, dass es Rankinglisten von Twitter-Usern gibt? Erst kürzlich wurden von Hotel Newsroom die Top 100 Hotel-Twitterer veröffentlicht.

Wurde im März 2009 noch über die möglichen Chancen von Twitter nachgedacht, entwickelt sich der Microbloggingdienst heute immer mehr zu einem wichtigen Kommunikationsmittel im Web 2.0. Österreichs innovative Hoteliers wissen über das Potenzial von Twitter Bescheid.

Es wird gezwitschert!

Erst kürzlich wurde das Ranking der Top 100 Twitterer veröffentlicht. Ausschlaggebende Kriterien für die Top-Position im Twitter-Ranking waren die Anzahl der
Followers, Anzahl der Tweets sowie die durchschnittlichen Tweets pro Tag.

Fünf der Top 100 sind Kunden von ncm.at.

Google weiterhin klarer Marktführer!

7. September 2009

Google ist nach wie vor die unangefochtene Nummer Eins unter den Suchmaschinen – und zwar weltweit. Das hat eine Marktanteilsstudie von comScore ergeben. Hier der Aktikel zur Studie von Jack Marshall: http://www.clickz.com/3634857.

Das Ergebnis überrascht Internet-Insider nur wenig:comScore untersuchte die weltweiten Marktanteile der internationalen Suchmaschinen für die Monate Juli 2009 vs. Juli 2008. Das Ergebnis ist so klar wie vorhersehbar: Google ist die weltweit am meist genützte Suchmaschine – noch immer.

Apple Apps müsste man verkaufen!

3. September 2009

appstoreAnwendungs-Downloads für das Apple iPhone und Apple iPod Touch sind der absolute Kassenschlager. Dies belegt eine aktuelle Studie der US-amerikanischen Agentur für Handy-Marketing Admob, die im Juli 2009 das Download-Verhalten von 1.000 Apple-iPhone, Apple-iPod-Touch und Android-Nutzern untersuchte.

Om Malik bloggte erst kürzlich über dieses Thema auf gigaom.com. Das Ergebnis ist überwältigend!

Kaum zu glauben aber wahr:

  • Der Apple App Store macht rund 200 Millionen Dollar Umsatz – pro Monat
  • Rund 125 Millionen nur mit App-Downloads für das Apple iPhone
  • 73 Millionen mit App-Downloads für den iPod-Touch
  • Erst Ende Juli 2009 konnte der Apple App Store 1,5 Milliarden Downloads verzeichnen: Gratulation!

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