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Monthly Archives: June 2009
30. June 2009
Tagged Google, Google Squared, Lieblingsgastprinzip
Google Squared – Super! Super?
Gerne möchte ich zur Diskussion zu dem neuen Google-Tool Google Squared Stellung nehmen, die Blogger wie Tourismuszukunft – hier gibt’s übrigens auch ein YouTube-Video zur Funktionsweise von Google Squared – und Reinhard Lanner von WorkersontheField schon eröffnet haben.
Die neue Suchfunktion von Google, die Hotels einer Stadt oder Region in einer Liste vergleicht, basiert auf der Idee eines Produktvergleichs. Auf Twitter ist eine heftige Diskussion über die Vor- und Nachteile dieses Tools entbrannt.
Die Wortmeldungen finden Sie mit dem Hashtag => #gstour
Meine bescheidene Meinung: Google Squared ist an sich eine schöne Sache, doch ich frage mich: Sollten unsere Anstrengungen im Tourismus nicht eher in die Richtung gehen, unvergleichbar zu sein? In meinen Augen haben alle Modelle, die die Vergleichbarkeit von (vermeintlich) ähnlichen Leistungen gefördert haben, in einer bitterbösen Sackgasse geendet. Man denke nur an die Rabattschlacht bei Flügen oder den konstanten Fall der Preise in der Stadthotellerie. Wollen wir nun tatsächlich dazu beitragen, dass ein ähnliches Phänomen auch in der Ferienhotellerie um sich greift, indem wir rausfinden, wie wir Google Squared Listen aktiv befüllen?
Das von mir promotete „Lieblingsgastprinzip“ ist der klare Gegenentwurf zu einem Gast, der in einer Excel-ähnlichen Liste abliest, wo er am wenigsten Geld für die meiste Leistung bezahlen muss. Diese Schnäppchentouristen sind wunderbar, wenn man Buchungslücken schließen will – aber wer will schon ausschließlich von preissensiblen Gästen leben? Statt eine Preisvergleichsmaschine zu befüttern, halte ich es für die bessere und vor allem nachhaltigere Vermarktungsstrategie, Unique Selling Points zu schaffen und diese via Internet an die sogenannten „Lieblingsgäste“ zu kommunizieren.
Jetzt redet er wieder nur für sein Geschäft, der Mrazek, gell? Aber ganz ehrlich: Ist der Tourismuszukunft – ähm der Zukunft des Tourismus – damit gedient, dass man der Individualität unserer Hotellerie und Destinationen mit Excel-Listen ein Grab gräbt? Was kommt dann als nächstes? Eröffnen wir in Google Squared noch eine zusätzliche Vergleichsspalte, in der die Anzahl der Frühstückssemmeln und die Inhaltsmenge der Marmeladetegel verglichen werden? Oder wie wäre es mit einer Spalte, in der angezeigt wird, ob man vom Frühstücksbuffet die Jause für den Skitag ungestraft einpacken darf, damit man nur ja keinen Einkehrschwung machen muss?
Ich wüsste gerne Ihre Meinung: Diskutieren Sie mit, ob hier im Blog oder auf Twitter. Und lassen Sie uns gemeinsam auf Ideen kommen, die uns hoffentlich noch lange vor Excel-Listen-Ferientourismus bewahrt. Ich freue mich auf Ihre Wortmeldungen!
22. June 2009
Tagged Doris Wild, Fotografieren, Fotos im Internet, ncm
Fotografieren fürs Internet – Doris Wild zeigte bei Ncm, wie’s geht
Eine kleine aber feine Runde von Usern, Touristikern und Neugierigen hat sich in der vergangenen Woche zu einem Foto-Workshop im Tourismusbesprechungsraum bei Ncm.at in der Salzburger Aignerstraße eingefunden. Der Grund: Fotoexpertin Doris Wild und Suchmaschinenprofi Alexander Wagner klärten über die Vor- und Nachteile von Fotos im Internet auf.
Ja, es gibt sehr, sehr viele Vorteile, wenn man das Internet mit Fotos füttert – aber eben nur, wenn man es auch richtig anstellt. Wie das funktioniert, erklärte Doris Wild: „Verwenden Sie immer nur „natürlich“ aussehende Fotos für Ihre Fotokampagnen im Internet – wer glaubt heutzutage noch einem Prospektfoto?“
Losknipsen und reinstellen alleine reicht nicht
Fotos im Internet zählen zu den vielen Social Media-Instrumenten, die immer wichtiger werden, wenn Sie für Google und Co relevant sein wollen. Und ich sage es Ihnen nochmal: Mit losknipsen und reinstellen ist es nicht getan! Bedenken Sie immer: Sobald Sie etwas im Internet veröffentlichen, sind der Content, die Bilder und die Videos für jedermann sichtbar. Regel Nummer eins lautet also auch bei diesem Thema: beobachten und lernen. So, nun will ich Ihnen aber die besten Tipps und Tricks von Doris Wild nicht mehr länger vorenthalten:
Tipps und Tricks: Fotos im Internet
- Arbeiten Sie nicht nach dem Prinzip „Dabei sein ist alles“ – pflegen Sie Ihre Inhalte regelmäßig.
- Lassen Sie auch Ihre Gäste Fotos auf Ihren Account hochladen – So erhalten Sie eine tolle Vielfalt an unterschiedlichen Bildern.
- Verwenden Sie die verschiedenen „Weltkarten“, um Ihre Bilder zu platzieren, z.B. auf Google Earth.
Auf die Positionierung kommt es an
Und wohin mit den Fotos? Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Tolle Fotoportale sind Panoramio und Picasa, beides Tochterunternehmen von Google. Eine der größten und beliebtesten Foto- und Videoportale ist FlickR, ein Tochterunternehmen von Yahoo. Ein optimales Ergebnis erreicht man, wenn man sich für mehrere Fotoportale entscheidet.
Im Anschluss klärte Alexander Wagner über die Vorteile von Bildern im Internet auf und zeigte dem Publikum wie man eigene Fotos und Videos professionell und suchmaschinenrelevant im Internet speichert, um ein optimales Ergebnis zu erreichen: Durch die neue Google Universal Search werden Fotos und Videos auch in die normalen Suchergebnisse eingebunden und bieten somit eine weitere geniale Möglichkeit, im Internet gefunden zu werden.
Sie sehen, Übung macht den Meister. Das Ergebnis des Fotografieren fürs Internet-Workshops können Sie hoffentlich bald bewundern. Wo: Auf Picasa, FlickR und Co.
2. June 2009
Tagged bing vs. google, microsoft bing, suchmaschine
Microsofts Bing vs. Google.
In der vergangenen Woche präsentierte Microsoft die neue Suchmaschine Bing. Bing stammt aus dem Hause Microsoft und konnte bereits am 1. Juni 2009, also drei Tage vor dem geplanten Termin, online gehen.
Mit der neuen Suchmaschine Bing versucht Microsoft, die Vormachtstellung der weltweit beliebtesten Suchmaschine Google anzugreifen. Obwohl das Unternehmen mit seiner Live-Search-Suche bisher eher mäßig erfolgreich war, soll mit Bing alles anders werden. Nachfolger Bing wird Windows Live Search komplett ersetzen. Mit neuer Optik, neuer Struktur und neuen Funktionen orientiert sich Bing dennoch am erfolgreichen Konkurrenten Google.
„Bing ist keine Suchmaschine, Bing ist eine Entscheidungsmaschine“, so Microsoft Senior Vice President Yusuf Mehdi, „Bing hilft den Menschen, Entscheidungen in der Welt des Informationsüberflusses zu treffen.“ Alle 4,5 Sekunden wird weltweit eine neue Website online gestellt – da kann man schon eine Entscheidungshilfe brauchen. Ob Bing diese sein wird, muss sich erst herausstellen.
„Die Menschen werden mit Links überflutet, erhalten aber nicht die richtigen Suchergebnisse“, so Mehdi, „das soll sich nun mit Bing ändern“. Die „Entscheidungsergebnisse“ bieten in einer Spalte am rechten Bildschirmrand Headlines, Fotos, Videos und lokale News. Allerdings sollen die meisten der neuen Funktionen vorerst nur in den USA online sein – in Österreich muss man sich noch mit der Beta-Version zufriedengeben. In Deutschland hat Bing schon etwas mehr zu bieten: Sucht man nach Reisen oder Produkten, werden die Suchergebnisse in Verbindung mit Preisen, Bewertungen, Bildern und ähnlichem mehr angezeigt. Zusätzlich bietet Bing eine Shoppingsuche. In einem ersten Schritt wird es zunächst einen direkten Link auf das Verbraucherportal geben, später sollen die Inhalte in die Suchergebnisse integriert werden, so Microsoft-Managerin Dorothee Ritz.
Ob wir in Zukunft nicht mehr „googlen“ sondern „bingen“ steht in den Sternen. Mein Tipp: Einfach mal reinschauen und testen: www.bing.com

